Botanische Untersuchungen im Langental (Hintermartell)

Entlang des Höhengradienten von der Waldgrenze (2170 m Meereshöhe) bis in die (sub)nivale Stufe des Langentals, Hintermartell (2745 m Meereshöhe) wurden Vegetationsaufnahmen durchgeführt. Auch hier erfolgten Temperaturmessungen in 10 cm Bodentiefe.

Vegetationsaufnahme in 2600 m Meereshöhe im Langental, Photo: Svenja Müller.
Blick von der Zufallhütte talauswärts, Bereich der Waldgrenze, Foto: Katharina Ramskogler.

Besiedelungsstudien im Gletschervorfeld

Katharina Ramskogler, Institut für Botanik der Universität Innsbruck, untersuchte die pflanzliche Besiedelung des Zufallferner Gletschervorfelds im Martelltal. In Flächen von 2×5 m wurde jede Pflanze gezählt und die Deckung geschätzt. In jeder Fläche wurden sowohl Bodentemperatur als auch Wasserpotential des Bodens gemessen.

5×2 m Fläche im Gletschervorfeld, Photo: Katharina Ramskogler.
Zählen der Pflanzen und schätzen der Deckung mit Hilfe eines Frequenzrahmens von 1×1 m, Photo: Svenja Müller.
Ausbringen der Messgeräte für Bodentemperatur und Wasserpotential in 10 cm Bodentiefe, Photo: Katharina Ramskogler.

Rasche Besiedelung im Gletschervorfeld

Oft täuscht der erste Eindruck: rezent eisfreie Flächen sind nicht lebensfeindlich. Sobald der Gletscher neue Flächen freigegeben hat (Abb. 1), kann man die ersten Pflanzen, wie zum Beispiel das Alpen-Rispengras (Poa alpina, Abb. 2) oder auch den Gegenblatt-Steinbrech (Saxifraga oppositifolia, Abb. 3) und den Bach-Steinbrech (Saxifraga aizoides, Abb. 4) entdecken.

Abb. 1: Fläche, die erst seit einem Jahr eisfrei ist, Photo: Katharina Ramskogler.
Abb. 2: Alpen-Rispengras (Poa alpina), Photo: Katharina Ramskogler.
Abb. 3: Gegenblatt-Steinbrech Saxifraga oppositifolia), Photo: Katharina Ramskogler.
Abb. 4: Keimling eines Bach-Steinbrechs (Saxifraga aizoides), Photo: Katharina Ramskogler.